Schröpfen

Schröpfen hat schon eine lange Tradition. Die Naturvölker wussten den Nutzen der Schröpftherapie schon zu schätzen. Bei den Schamanen diente das Schröpfen gleichzeitig auch noch zum "Heraussaugen böser Geister". Schröpfen ist für jedermann geeignet und hat bei einer sachgemässen Anwendung keine Nebenwirkungen, ausser ein paar Hämatomen, welche aber nach ein paar Tagen wieder vollständig verschwinden.

Anwendung:

Die Therapeutin massiert den Rücken mit Öl ein und lokalisiert die Stellen, die geschröpft werden müssen. Danach werden die Schröpfkugeln (Kunststoff oder Glas) angesetzt. Die Schröpfgläser werden direkt auf die Haut gesetzt, mit der Idee, durch den Unterdruck eine Ab- bzw. Ausleitung von Schadstoffen über die Haut zu erreichen. Bei Kunststoffgläsern wird mit einer Vakuumpistole ein Vakuum erzeugt. Bei Glas-Schröpfkugeln wird anhand von Hitze das Vakuum erzeugt. Die mit Luft vollgesaugten Schröpfkugeln bleiben nun einige Minuten auf der Haut.

Bei Schröpfkugeln aus Glas erfolgt das Erhitzen durch einen in Ether getauchten Wattebausch, der angezündet wird. Die einfachste Variante ist das Erhitzen über einer offenen Flamme, die kurz in die Glasöffnung gehalten wird.

In meiner Praxis wird der Unterdruck durch eine Absaugvorrichtung (Vakuum-Pistole) im Schröpfglas erzeugt. Der Vorteil von der Vakuum-Pistole liegt darin, dass mit dem Unterdruck gespielt werden kann. Je nach Bedürfnis, kann durch ein Ventil an der Kunststoffglocke das Vakuum verstellt werden.

Schröpfen hat eine Reihe von Wirkungen:

Während des Schröpfens sammelt sich vermehrt Blut an der behandelten Stelle, es entsteht dabei oft ein lokales Hämatom. Das Hämatom (blauer Fleck) verschwindet nach ein paar Tagen wieder vollständig. Durch das Schröpfen wird die Blutzirkulation angeregt. Die bessere Durchblutung fördert die Heilung bei inneren Verletzungen am Bewegungsapparat. Ebenso werden Verspannungen und Energieblockaden gelöst. Als Prophylaxe wird Schröpfen im Herbst gerne auch zur Vorbeugung von Erkältungen benutzt.

Die Wirkung ist nach dem Schröpfen sofort spürbar. Der Klient fühlt sich "viel leichter" und eine länger anhaltende Wärme an den geschröpften Punkten begleitet ihn auf dem Heimweg.

Schröpfen eignet sich hauptsächlich bei:

  • Muskulären Verhärtungen
  • Rückenschmerzen
  • Verspannungen
  • Hohem Blutdruck
  • Vorbeugung von Zellulite
  • Hexenschuss
  • Energieblockaden
  • Rheuma
  • Bandscheibenproblemen
  • Durchblutungsstörungen
  • Nierenschwäche
  • Druckempfindlichen Stellen

Achtung! Bei Ekzemen und offenen Wunden darf an der betreffenden Stelle nicht geschröpft werden!

Schröpfen kann als eigenständige Therapie, oder aber auch als ergänzende Therapie angewendet werden.
Ich persönlich kombiniere die Schröpftherapie sehr gerne mit einer klassischen Rückenmassage. Von den Klienten als sehr angenehm empfunden, wird auch immer wieder die Schröpfkopfmassage.